On Balance Volume

Welche Vorteile und Nachteile zeichnen den On Balance Volume aus? Wir erläutern die Eigenschaften.

Das On Balance Volume stellt die Gesamtvolumina in einem einzelnen Asset dar. Der Indikator wurde schon 1946 für den Aktien- und Rohstoffhandel entwickelt. Wenn Trader heute das On Balance Volumen für den Zertifikatehandel einsetzen, sollten sie die ursprüngliche Intention im Hinterkopf haben. Aktientrader wenden den Indikator heute regelmäßig an. Dessen erste Entwicklung stammte von Vignolia und Woods, Joseph Granville unterzog das On Balance Volume 1963 einer Revision und gab ihm seinen heutigen Namen, nicht ohne auf die Arbeit seiner Kollegen zwei Jahrzehnte zuvor zu verweisen. Die grundsätzliche Intention blieb erhalten: Kursstand und Volumen werden zueinander in Relation gesetzt, es erfolgt die Berechnung des kumulierten Gesamtvolumens.

Grundsätzliche Aussagen

Das On Balance Volume ist ein trendfolgender Indikator, obwohl sich viele Trader eher die Trendführung wünschen würden. Eigentlich sollte das Handelsvolumen Signale liefern, die eine knappe Antizipation des Kurses ermöglichen. Das gelingt mit diesem Indikator wohl eher schlecht, jedoch bildet er gut die Kräfte des Volumens ab, die den Kurs immerhin stetig beeinflussen. In den 1960er Jahren war das ein großer Fortschritt, denn Computerprogramme für die schnelle Übernahme eines Datenfeeds gab zu jener Zeit noch nicht.

Granville ging davon aus, dass in Kaufrichtung ein höheres Handelsvolumen als auf der Verkäuferseite vorzufinden ist. Wenn sich also der Kurs im Aufwärtstrend befindet, sollte an einem Tag mit höherem Volumen als am Vortag der Kurs steigen. Umgekehrt muss sich im Abwärtstrend das Volumen durch Verkaufsaktivitäten erhöhen. Wenn das Gleichgewicht der Volumina im Aufwärts- und Abwärtstrend gestört wäre, müsste ein Trendwechsel bevorstehen.

Die Bedeutung des On Balance Volumes resultiert aus der Tatsache, dass sich Händler von Emotionen leiten lassen, die sich in Handelsvolumina ausdrücken und dadurch die Kurse beeinflussen. Wenn etwa das Volumen, welches auch durch Verkäufe innerhalb des Aufwärtstrends entsteht, an einem kursschwachen Tag steigt, dann nehmen viele Anleger Gewinne mit. Damit steht ein Trendwechsel wahrscheinlich bevor.

Einsatz des On Balance Volumes

Der Einsatz des On Balance Volumes erfolgt, um einem Trend zu folgen oder sich als Händler auf den möglichen Trendwechsel vorzubereiten. Den Anhaltspunkt liefert der steigende oder fallende Indikatorwert. Dieser ergibt sich durch die Kumulation der Volumina von aufeinanderfolgenden Handelstagen. Sollte ein steigendes On Balance Volumen mit höheren Hochs einhergehen, so würde das auf ideale Weise einen Aufwärtstrend bestätigen. Natürlich lässt sich auch ein Abwärtstrend mit sinkendem OBV und gleichzeitig tieferen Tiefs bestens handeln. Wenn jedoch die Volumenentwicklung nicht zum Preistrend passt, also beispielsweise höhere Hochs mit sinkendem OBV einhergehen, liegt eine Divergenz vor, die vor einem möglichen Trendbruch warnt. Es gibt mehrere solcher Divergenzen.

Wenn sich ein Kurs schon seit Wochen im Aufwärtstrend befindet, nun aber von einem Tag zum nächsten der Kurs sinkt, während das Volumen steigt, dann ist diese Steigerung auf erhöhte Verkäufe zurückzuführen. Die Anleger lösen ihre Positionen auf, der Trend könnte kippen. Die Darstellung des On Balance Volumes erfolgt wie die eines Preischarts mit Widerständen und Unterstützungen. Diese können zur Indikation herangezogen werden. Der Bruch von Unterstützungs- oder Widerstandslinien dürfte praktisch immer einen Trendbruch anzeigen und gilt als vorauslaufende Indikation. Im Preischart dürfte es alsbald eine Reaktion geben.

Fazit

Das On Balance Volumes bringt als wichtige Stärke den klaren Bezug des Handelsvolumens zum Preischart mit. Konstruktionsbedingt ergibt sich allerdings eine meistens nachlaufende Indikation. Im Aktien- und Rohstoffhandel können Positionstrader dennoch mit diesem Indikator agieren.

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