Orderarten bei Forex

Eine Einführung in die Orderarten des Devisenhandels.

Die Orderarten im Forex-Bereich unterscheiden sich prinzipiell nicht von den Orders bei anderen Assetklassen. Welche Varianten angeboten werden, hängt vom Broker ab. Beachten Sie, dass Sie theoretisch allein mit den Orderarten einen Expert Advisor programmieren können, also ein vollautomatisches Handelssystem. Das verlangt allerdings viel Geschick und – ohne Zuhilfenahme weiterer Tools – eine recht straffe Überwachung.

Arten der Forexsignale und fundamentale Überlegungen

Die Market Order wird sofort ausgeführt, sie kann bei einigen Brokern auch als außerbörsliche Direkthandelsorder (OTC – Over the counter) gekennzeichnet werden. Das bedeutet, dass der Trader direkt mit dem Emittenten handelt, was die sehr genaue Ausführung garantiert. Darauf kommt es aber nicht primär an, sondern auf die Tatsache, dass eine Market Order zum aktuell gültigen Preis ausgeführt wird. Es kann sich bei dabei um einen Kauf oder Verkauf handeln. Die Ausführung geschieht in einem Zeitfenster von ein bis maximal zwei Sekunden.

Arten der Forexsignale und fundamentale Überlegungen

Mit einer Limit-Order erteilen Sie den Auftrag, das Wertpapier zum einem festgelegten Kurs zu kaufen, der unter dem gegenwärtigen Kurs liegt. Das Gegenteil ist die Stop Buy Order, in diesem Fall liegt der Kurs über dem gegenwärtigen Preis des gehandelten Wertpapiers. Wichtig ist dabei: Es handelt sich um den Kurs Ihres Papiers, unabhängig vom Kurs eines Underlyings, wenn Sie Derivate (CFDs und Knock-outs) handeln. Es gibt also kein „Sell Buy“ für Shortderivate bei fallendem Kurs des Underlyings. Der elektronische Broker macht sich keine Gedanken über Ihre Derivatespekulation, er ermittelt den Kurs Ihres eingegebenen Papiers und kauft dieses per Limit Buy Order, wenn es auf den von Ihnen eingegebenen Preis gefallen ist. Sollten Sie diesen aus Versehen zu hoch ansetzen, etwa weil Sie an Stopp Buy gedacht haben, wird das Papier wie bei einer Market Order sofort gekauft.

Limit Buy Orders eignen sich, wenn Sie an eine Wertsteigerung Ihres Papiers glauben und ebenso der Überzeugung sind, dass Sie in dieses Papier noch preiswerter einsteigen können. Natürlich kann das Papier dann durch Ihren Einstiegspunkt durchfallen, doch auch dagegen können Sie mit einer weiteren Order (If-then) vorsorgen, die automatisch einen Stopp Loss platziert.

Stop Buy

Die Stop Buy Order kauft das Wertpapier (unabhängig von dessen Charakter), wenn dieses einen höheren, von Ihnen festgelegten Preis als den gegenwärtigen erreicht. Diese Orderart ist sehr gut geeignet, um an bestimmten Kaufmarken einzusteigen.

Stop Loss und Trailing Stop

Diese Order verkauft das Wertpapier, wenn es auf eine unter dem gegenwärtigen Kurs liegende Preisgrenze fällt. Diese Order kann ergänzt werden durch einen Trailing Stop, der dem Kurs automatisch in einem von Ihnen definierten Abstand folgt. Hier haben wir die Funktion eines Expert Advisors. Stop Losses dienen der Verlustbegrenzung wie der Gewinnabsicherung.

If-Then Order

Diese Order führt eine weitere Order aus, wenn eine Order durchgeführt wurde. Nicht alle Broker bieten diese enorm wichtige Order an, mit der es möglich ist, nach einem Stop Buy oder Limit Buy automatisch einen Stop Loss zu platzieren. Denn Preisgrenzen werden grundsätzlich dann erreicht, wenn Sie sich zu Ihrer Kaffeetasse umgedreht haben oder etwas anderes Unaufschiebbares erledigen. Noch viel wichtiger: Broker fallen aus, Börsenplätze gewöhnlich nicht. (Nehmen Sie das ernst, Broker fallen wirklich aus. Manchmal ein halbes Jahr lang gar nicht, dann alle drei Tage, für zwei bis vier Stunden und ohne dass Sie jemanden vom verdammten Support erreichen.) Wenn Orders einmal am Börsenplatz durch Ihren Broker eingereicht wurden, werden Sie zuverlässig auf Ihre Rechnung ausgeführt. Sollte ein Broker die If-Then Order anbieten, ist das für Sie ein fettes As im Ärmel.

OCO (One cancels other)

Diese Order führt eine weitere Order aus, wenn eine Order durchgeführt wurde. Nicht alle Broker bieten diese enorm wichtige Order an, mit der es möglich ist, nach einem Stop Buy oder Limit Buy automatisch einen Stop Loss zu platzieren. Denn Preisgrenzen werden grundsätzlich dann erreicht, wenn Sie sich zu Ihrer Kaffeetasse umgedreht haben oder etwas anderes Unaufschiebbares erledigen. Noch viel wichtiger: Broker fallen aus, Börsenplätze gewöhnlich nicht. (Nehmen Sie das ernst, Broker fallen wirklich aus. Manchmal ein halbes Jahr lang gar nicht, dann alle drei Tage, für zwei bis vier Stunden und ohne dass Sie jemanden vom verdammten Support erreichen.) Wenn Orders einmal am Börsenplatz durch Ihren Broker eingereicht wurden, werden Sie zuverlässig auf Ihre Rechnung ausgeführt. Sollte ein Broker die If-Then Order anbieten, ist das für Sie ein fettes As im Ärmel.

Orderarten mit Zeitbezug

Während die bisher vorgestellten Orders auf die preisliche Ausführung oder Wenn-dann-Entscheidungen abzielen, gibt es auch Ordermöglichkeiten mit zeitlichem Bezug. Wiederum werden diese nicht von allen Brokern angeboten.

  • GTC: Das Good till canceled bedeutet, dass die Order bis zum Widerruf gültig bleibt. Viele Broker ersetzen dies durch eine Eingabe des Datums der Gültigkeit, was aber unkomfortabler ausfällt (manchmal werden Feiertage und Jahreswechsel nicht erkannt).
  • GFD: Soll die Order im Gegenteil nur für heute gelten, damit Sie morgen nicht an das Canceln denken müssen, geben Sie „Good for-the-day“ ein, auch das eine selten anzutreffende Variante.

Grundsätzlich wird zu jeder Order ein Zeitbezug angeboten, der je nach Broker mehr oder weniger komfortabel zu handhaben ist. Normalerweise sollten Zeitbezüge mit Datumseingabe auf ein bis zwei Jahre möglich sein, denn es gibt schließlich viele Wertpapiere, die so lange und länger gehalten werden.

Wir hoffen dieser Artikel hat geholfen. Wenn ja, dann freuen wir uns über ein „Like“ oder ein „+1“. Falls Sie direkt loslegen wollen, haben wir hier noch eine Broker-Empfehlung:

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