Overbought / Oversold Indikator

Was kündigt der Overbought / Oversold Indikator an? Wir erklären die Bedeutung und stellen das Einsatzgebiet vor.

Der Overbought / Oversold Indikator zeigt als Oszillator Überkauft- oder Überverkauftsituationen an. Sein Aufbau ähnelt dem RSI und der Slow Stochastik, wie diese Indikatoren verweist auch der OBOS-Oszillator auf eine bevorstehende Trendwende. Dahinter steht die Hypothese, dass der Markt nach einer Überkauft- oder Überverkauftsituation wieder die Gegenrichtung einschlagen wird.

Der OBOS-Oszillator zeigt diese Situationen an. Der Mittelwert des Indikators sind 50 %, über 90 % bedeutet overbought, unter 10 % oversold. Dann ist jeweils eine Trendwende zu erwarten. Nach dem überkauften Zustand fallen die Kurse, nach dem überverkauften Zustand steigen sie. Das Reversal kann im Intradaybereich sehr rasch erfolgen, es führt oft zum entgegengesetzten Extrem. Trader müssen daher bei der Anwendung des Overbought / Oversold Indikators oft sehr schnell reagieren. Alternativ arbeiten sie mit Kauflimits für die jeweiligen Gegenpositionen.

Entstehung

Der Overbought / Oversold Indikator wurde nach 1980 durch G. C. Lane entwickelt, der gleichzeitig die Slow Stochastik schuf und sich beim OBOS-Oszillator auch auf den RSI von Welles Wilder berief. Lane war praktizierender Trader. Er beobachtete, dass die Schlusskurse stets zu Intradayhöchst- oder Tiefstständen streben, was wiederum vom vorliegenden mittelfristigen Trend abhängt. Der Trend bricht schließlich in einer Overbought / Oversold Situation. Bei entstandenen Schiebezonen kann der Indikator sehr hilfreich sein, um die Trendwende rechtzeitig zu erkennen. Er wird zusammen mit anderen Signalen und Indikatoren genutzt.

In automatische EA-Programme ist er für den Intradayhandel implementiert. Damit geht die Funktionsweise mit der Herkunft aus dem RSI konform. Dieser bezieht sich auf 14 Perioden (14 Tage) und misst für diese Phase ungewöhnlich hohe und tiefe Kurse. Die Perioden können heute auf rund drei Stunden verkürzt angewendet werden.

Einsatz

Eine grundsätzliche Aussage des Indikators lautet, dass ein Asset über seinen tatsächlichen Wert hinaus gekauft beziehungsweise verkauft wird, bis die Händler feststellen, dass der dadurch entstandene Kurs nicht mehr realistisch ist. Das könnte die Aktie eines Unternehmens betreffen, wenn dieses ein neues, wichtiges Produkt vorgestellt hat, welches die Anleger begeistert die Aktie kaufen lässt.

Doch irgendwann weist diese kein vernünftiges Kurs-Gewinn-Verhältnis mehr auf. Damit steigen die ersten Investoren aus, was manchmal recht schnell geschieht. Der Kurs kippt in dieser überkauften Situation entsprechend rasch. Umgekehrt ist der Überverkauf einer Aktie nach einer schlechten Meldung oft irrational, hier warten die Käufer nur auf einen günstigen Preis, um einzusteigen. Der Trend dreht damit schnell wieder nach oben.

Overbought / Oversold Indikator: Fazit

Es gibt bestimmte Märkte, die normalerweise aufgrund von Fundamentaldaten in eine bestimmte Richtung tendieren. In diesen Märkten ist der Overbought / Oversold Indikator sehr wertvoll. Bei den Aktien betrifft das vorrangig alle Blue Chips, bei den industriellen Rohstoffe beispielsweise das Kupfer, bei den Agrarrohstoffen den Weizen, Mais und Zucker. Bei anderen Werten, die schnelle und irrationale Kurssprüngen bekannt sind wie etwa das Gold, kann der Indikator zu Fehlschlüssen führen, weil er zu träge reagiert.

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