Parabolic SAR Indikator

Was sagt der Parabolic SAR Indikator aus und wie setzt man ihn gezielt ein?

Der Parabolic SAR Indikator ist bei ruhigen Marktphasen ein starkes technisches Hilfsmittel. Er identifiziert Umkehrpunkte in Kursbewegungen. Parabolic SAR bedeutet Parabolic Stop and Reverse, mithin das Anhalten und Umkehren auf einer parabolischen Kursbewegung. Der Parabolic SAR als Punktreihe dargestellt, die über oder unter einer Chartlinie verläuft.

Ein Verlauf über dem Chart verweist auf eine bevorstehende Trendwende nach unten, ein unter der Kurslinie angezeigter PSAR lässt auf einen weiteren Kursanstieg hoffen. Beim Parabolic SAR handelt es sich um einen Trendfolger. Er wurde von Welles Wilder nach 1980 parallel zum DMI und RSI vorgestellt. Der Indikator sollte als Stop-and-Reverse-System Handelsentscheidungen über eine verbesserte Risikokontrolle erleichtern. Übrigens nannte Wilder den Indikator zunächst “Parabolic-Time/Price-System”, was auf die enthaltene Zeitkomponente verweist. Da das Umkehrsystem des Indikators noch bedeutsamer ist, erhielt er schließlich seinen heutigen Namen. Parabolische Kurven gehen einer Umkehr oft voraus.

Grundsätzliche Aussage

Wenn eine Trendwende bevorstehen könnte, rückt der Parabolic SAR immer näher an diejenige Kursmarke heran, wo die Wende stattfinden dürfte. Wer als Trader schon investiert ist, zieht dementsprechend seine Stopps immer näher heran, ansonsten dient der Parabolic SAR zur Platzierung von Kaufstopps und -limits. Das kennzeichnet die grundsätzliche Aussage dieses Indikators: Vor jeder Trendwende verflachen die Trendbewegungen, der Kurs nähert sich in einer parabolischen Kurve dem Trendwendepunkt an. Leider lässt sich diese Aussage nicht pauschalisieren. Ein bestimmter vorheriger Kursverlauf ist dafür ausschlaggebend.

Einsatz

Wenn Kursbewegung endet, nähert der PSAR dem Kursverlauf an, bis seine Punkte den Kurs berühren. Nun wird die Trendwende unmittelbar erfolgen. Zum Einsatz kommt der Indikator daher

  • für einen den Einstieg per Kaufstopp,
  • für einen Ausstieg per Trailing-Stopp sowie
  • für die Trendbestimmung.

Eine Trendrichtung lässt sich mit dem Indikator gut identifizieren, geschickte Trader setzen zudem unter / über jeden neuen PSAR Kauf- und Verlust-/Gewinnbegrenzungsstopps. Sollte die Kursbewegung die Richtung wechseln, stehen die Stopps oft an der idealen Stelle. Natürlich empfiehlt es sich, den Parabolic SAR mit weiteren Indikatoren zu kombinieren. Am nützlichsten sind Oszillatoren für die Trendstärke. Für einen identifizierten Trend, dessen Stärke bekannt ist, ermöglicht so eine Kombination das ideale Platzieren von Kauf- und Verkaufsstopps. Ein Favorit unter den zusätzlichen Indikatoren wäre der ADX (Average Directional Index), der die Trendstärke über eine Messung von Kursbewegungen feststellt. Jedoch empfiehlt es sich, zu starke ADX-Signale zu ignorieren, denn bei diesen (Werte über 50) droht ein sehr plötzliches Reversal. Dieses kann der Parabolic SAR nicht mehr erfassen.

Schwache ADX-Signale hingegen (Werten zwischen 0 und 25) verweisen darauf, dass der Trend für profitable Trades zu schwach ausfällt. Das ist für den Trader sehr nützlich, der daher auf einen ADX-Wert von 25 bis 45 wartet und dann den PSAR und den ADX kombiniert. Die Einstellungen des Parabolic SAR lassen sich mit modernen Programmen in der Periodeneinstellung gut anpassen.

Stärken, Schwächen und Fazit

In gleichmäßigen und aktiven Phasen liefert dieser Indikator gute Ergebnisse. Er versagt allerdings in trendschwachen Phasen ebenso wie bei hektischer Volatilität. In einer Seitwärtsphase ist er nicht anwendbar. Die ADX-PSAR-Kombination gilt als das Nonplusultra bei der Anwendung dieses Indikators.

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