PayPal

Wie funktioniert die Zahlungsart PayPal und welche Eigenschaften machen sie zum erfolgreichsten eWallet?

PayPal ist eigentlich ein eWallet, also eine elektronische Geldbörse, auch wenn das Bezahlverfahren vor dem Aufkommen der Begrifflichkeit der eWallets entstand. Es könnte sich mithin um das erste erfolgreiche eWallet überhaupt handeln. Für kleinere und mittlere Geldbeträge ist PayPal ein gutes Überweisungssystem, das im D.A.C.H.-Gebiet sehr beliebt ist, von vielen Brokern aber nicht angeboten wird. Die Gebühren liegen nämlich etwas über denen anderer eWallets und sogar von einigen Kreditkarten, sie werden dem Zahlungsempfänger auferlegt.

Diese kann sie nun selbst tragen, wie das Händler bei Kreditkarten grundsätzlich machen, er kann sie auch auf den Kunden oder auf seinen Gesamtumsatz umlegen. Alle Wege erscheinen für das Brokerage nachteilig, daher verzichten viele Broker auf PayPal. Solche Effekte gibt es auch bei einigen Kreditkarten, so der Amex (American Express), die viele Händler in Mitteleuropa wegen der Gebühren nicht akzeptieren. Dass PayPal bei vielen Brokern nicht zu den Zahlungsmethoden gehört, bedauern einige Trader sehr.

Erfolg und Funktionsweise

Im Handel hat sich PayPal gut durchgesetzt, es ist wahrscheinlich immer noch mit Abstand das erfolgreichste eWallet. Das Unternehmen ist in fast 200 Staaten der Welt mit 25 Währungen und über 230 Millionen Mitgliedskonten tätig. Damit dominiert PayPal das Payment Processing. Es gehörte kurzzeitig zu eBay und ist auch im S&P 500 gelistet. Wahrscheinlich basiert der Erfolg darauf, dass PayPal bei den virtuellen Geldbörsen der absolute Vorreiter war, es verbreitete sich schon um das Jahr 2000. Die anderen eWallets folgten zwar nicht viel später, doch PayPal hatte die Nase vorn.

Wer seither ein PayPal-Konto besitzt, braucht eigentlich kein anderes eWallet mehr. Die Kosten spüren normale Online-Händler nicht allzu sehr, sie legen sie auf den Gesamtumsatz um (wie ihre Kosten für alle Kreditkartenzahlungen) und können damit leben. In die Kalkulation eines Online-Brokers passt das aber schlecht hinein, daher setzen sich in diesem Segmemt die anderen, kostengünstigeren eWallets wie Skrill, Neteller und diverse weitere Varianten viel eher durch.

PayPal führt für seinen Kunden ein virtuelles Konto, das der Nutzer mit seiner E-Mail-Adresse (ohne Kontonummer) definiert. Schon dieses einfache Verfahren erscheint unglaublich vorteilhaft und dabei sicher, weil E-Mail-Adressen einmalig sind. Dann dient das PayPal-Konto dem ganz normalen Zahlungsverkehr, seine Inhaber können darauf auch bequem Zahlungen empfangen und sie von dort aus komfortabel auslösen. PayPal steht allerdings nicht – anders als etwa die SOFORT GmbH (für Sofortüberweisungen) – für die Zahlungen ein, es vermittelt sie lediglich. Das PayPal-Konto muss dementsprechend aufgeladen sein.

Die Zahlungen werden allerdings dem Empfänger sofort gutgeschrieben. Das betrifft auch das Brokerage: Wenn der Broker PayPal als Zahlungsmethode anbietet, können Trader sich selbst auf diese Weise sekunden- oder minutenschnell Geld auf ihr Tradingkonto überweisen wie mit jedem anderen eWallet auch. Das ist der elementare Vorteil von PayPal gegenüber einer Überweisung. Um ein PayPal-Konto zu nutzen, muss sich der Inhaber einmalig registrieren, dann führt das Unternehmen PayPal eine Testüberweisung durch (ein Cent auf das Referenzkonto), was ebenfalls als sehr sicher gilt.

Anschließend ist es möglich, Geld an andere E-Mail-Adressen zu versenden. Wenn der Empfänger selbst kein PayPal-Konto hat, wird er benachrichtigt und kann das Geld empfangen, muss sich aber als neues Mitglied bei PayPal registrieren. Dieser Vorgang ist marketingtechnisch schlicht und erschütternd als genial zu bezeichnen, wir scheuen hier nicht die großen Worte. Wer Geld versendet, freut sich, wenn er dazu nur eine E-Mail-Adresse benötigt. Wer es empfängt, freut sich auch so sehr, dass er dafür sogar ein PayPal-Konto einrichtet. Er will ja das Geld behalten. Schon hat PayPal einen Kunden mehr.

Vor- und Nachteile

Von folgenden Vorteilen profitieren die Nutzer:

  • einfaches, sicheres, weit verbreitetes Zahlungssystem
  • sekundenschnelle Gutschrift auf dem Tradingkonto

Nachteil:

  • wegen der Gebühren von vielen Brokern nicht angeboten

Fazit

Wenn ein Broker PayPal im Programm führt, werden Trader das System ganz sicher als eWallet nutzen. Leider ist das eher die Ausnahme als die Regel.

Wir hoffen dieser Artikel hat geholfen. Wenn ja, dann freuen wir uns über ein „Like“ oder ein „+1“. Falls Sie direkt loslegen wollen, haben wir hier noch eine Broker-Empfehlung:

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