Pending Order

Expert Advisor sind ohne Pending Orders nicht denkbar. Ist dieser Ordertyp ein Selbstläufer? Wir klären auf.

Mit Pending Orders sind “anhängige”, also noch nicht ausgeführte Kauforders gemeint. Eigentlich könnte man jede Order – auch das Stop Loss – außerhalb der Market Execution als Pending Order bezeichnen, doch der Begriff hat sich für Kaufstopps und -limits durchgesetzt. Für Trader ist es wichtig, die Mechanismen der unterschiedlichen Pending Orders gut zu verstehen, denn mit diesen lassen sich ausgezeichnet Expert Advisors konstruieren.

Funktionen der Pending Order

Hier sind die verschiedenen Orderarten zu betrachten, denn Pending Order ist ein Oberbegriff. Es handelt sich im überwiegenden Sprachgebrauch um Kauforders für Call- oder Put-Positionen, die mit einem Stop Buy oder Limit Buy gesetzt werden:

  • Buy Limit (Limit Buy, Stop Limit): Es handelt sich um eine Order für Call-Position, die unterhalb des gegenwärtigen Kurses gesetzt wird. Die Erwartung ist ein steigender Markt, in den der Trader zu einem günstigeren als dem gegenwärtigen Kurs einsteigen möchte.
  • Buy Stop (Stop Buy): Eine Call-Position wird erst gekauft, wenn sich der Kurs über den gegenwärtigen Stand bewegt hat (Kaufstopp).
  • Sell Limit: Eine Leerverkaufs-Position wird erst eingegangen, wenn der Kurs noch ein wenig über den gegenwärtigen Stand gestiegen ist. Es ist für Short-Positionen das Pendant zum Buy Limit.
  • Sell Stop: Die Short-Position wird erst zu einem niedrigeren Kurs eingegangen (Pendant zum Kaufstopp für Call-Positionen).

Beachte: Bei Derivaten gibt es Sell Limit und Sell Stop nicht, weil immer der Preis des Wertpapiers (also des Derivats) zugrunde liegt. Diese Pending Orders gelten daher nur beim Leerverkauf von Aktien.

Vor- und Nachteile von Pending Orders

Zunächst einmal sind Pending Orders ein Instrument für höchste Flexibilität am Markt, vor allem in ihrer Koppelung mit anderen Orderarten. Wer Expert Advisors programmieren möchte, muss diese Möglichkeiten verstanden haben und nutzen.

Es gibt aber auch Bedenken. Wenn man pauschal davon ausgeht, dass die Hälfte aller Pending Orders Kauflimits sind, handelt es sich um eine mehr oder weniger riskante Orderart. Ein Kauflimit wird gesetzt in der Erwartung, dass sich ein Trend – egal in welche Richtung – mit Rücksetzern fortsetzen wird. Den Rücksetzer möchte der Trader kaufen. Diese Annahme ist per se nicht verkehrt, jedoch weiß niemand, wie weit der Kurs zurücksetzt und ob er nicht doch endgültig dreht.

Die Kaufstopps gelten hingegen als legitim unter der Grundannahme, dass Kurse eher dazu tendieren, Trends fortzusetzen. Doch auch das ist nicht sicher. Pending Orders verleiten dazu, den Markt nicht mehr zu überwachen, da sie gemeinsam mit anderen Orders scheinbar alle Eventualitäten abdecken. Doch dem Markt fällt immer etwas ein, woran der Trader gerade nicht gedacht hat. Das ist das Risiko bei Pending Orders.

Pending Orders: Fazit

Wer sehr viel per Expert Advisor handeln will, braucht Pending Orders. Sie verschaffen dem Trader eine unerhörte Gewandtheit. Allerdings läuft ein Ordersystem nie “von selbst”, auch Pending Orders bedürfen der Überwachung.

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