Rechteck (Konsolidierung)

Einer der beliebtesten und am besten funktionierenden Chartformationen: die Bedeutung von Rechtecken.

Das Rechteck, das durch eine Konsolidierung entsteht, gehört zu den am besten funktionierenden und bekanntesten Chartformationen. Es ist auf jeder Zeitebene und in allen Märkten anzutreffen. Im Grunde handelt es sich um eine Range oder Leiste, wobei es begriffliche Unterschiede gibt.

Die Chartformation Rechteck erklärt

Die Chartformation Rechteck ist sehr beliebt, da sie ein sicheres Handelssignal liefert.

Entstehung

Die Voraussetzung für die Entstehung eines Rechtecks ist eine unentschlossene Marktsituation: Die Handelsteilnehmer können nicht entscheiden, in welche Richtung der Kurs jetzt tendieren wird. Er konsolidiert aus und liefert damit ein wichtiges Signal, nämlich dass jede Richtung absolut gleichberechtigt und plausibel eingeschlagen werden könnte. Eine andere Lesart besagt, dass die Aktivitäten von Bullen und Bären im Verlaufe der Konsolidierung im Gleichgewicht stehen. Erst wenn eine der beiden Seiten wieder die Oberhand gewinnt, erfolgt der Ausbruch aus der Konsolidierung.

Rechteck erkennen

Zunächst ist wichtig zu wissen, dass einzelne Stäbe einer Konsolidierung abwechselnd höher oder tiefer eröffnen und auch schließen. Das zeigt schon die ganze Unentschlossenheit des Marktes. Des Weiteren werden Konsolidierungen dadurch definiert, dass bei drei Stäben (am besten OHLC) nacheinander die Eröffnung und der Schluss im Bereich der viertletzten Stablänge festzustellen ist. Wenn diese Stäbe auch noch etwa gleiche Spitzen oben und unten aufweisen, ist visuell das Rechteck zu erkennen.

Diese Betrachtung funktioniert für alle Zeiteinheiten. Es gibt auch Schiebezonen während einer großen Konsolidierung, in diesen sind starke Auf- und Abschwünge zu erkennen. Man bezieht die Schiebezone immer auf Tagescharts. Sie entsteht bei solchen Auf- und Abschwüngen ab dem zehnten Tag. Die Range bildet auch Ober- und Untergrenzen, diese liegen aber nicht auf der gleichen Ebene. Eine Range kann auch tendieren, das machen Konsolidierungen und Schiebezonen nicht. Die wehende “Flagge” beispielsweise ist eine Range.

Ein Rechteck lässt sich in einigen Fällen einfach erkennen, wenn der Trader einen Tag betrachtet, an welchem bestimmte Ober- und Untergrenzen nicht überschritten werden. Diese Grenzen wurden manchmal schon morgens markiert, dann sank die Volatilität. Der Tag könnte eine komplette Konsolidierung darstellen, doch der Kurs kann auch intraday kleine Trendkanäle bilden, die doch über die Grenzen führen könnten. Bei einer Umstellung der Zeitdarstellung auf Stundenstäbe lässt sich nun feststellen, ob vier Stundenstäbe eine Konsolidierung bilden, auch wenn es einzelne kleine Ausbrüche gibt. Diese Betrachtung bewahrt Händler davor, kleinen Mini-Ausbrüchen zu folgen.

Handlungsempfehlung

Der Ausbruch aus einer Konsolidierung kann in beide Richtungen geschehen. Er erscheint nach einer längeren Konsolidierung umso sicherer. Da dennoch die Positionen mit einem Stop Loss abzusichern sind, sollte der Trader diesen Stop Loss auf die andere Seite der Konsolidierung setzen. Wenn diese sehr breit ist – beim Dax zum Beispiel um 50 bis 100 Punkte -, sind nur kleine Positionen möglich. Für diese Positionen setzt der Trader Kaufstopps jenseits der Grenzen der Konsolidierung.

Da beide Seiten gleichberechtigt sind, muss es immer einen Kaufstopp für einen Call und einen für den entgegengesetzten Put geben. Diese beiden Kaufstopps hedgen sich, sodass für den Trader ein Expert Advisor entsteht. Er muss das Geschehen nicht zwingend beobachten. Wenn ein logischer Stop Loss auf der anderen Seite der Konsolidierung stehen muss, dann kann dort auch ein Kaufstopp für die Gegenrichtung logisch stehen. Trader werden das Geschehen dennoch immer wieder beobachten und nach dem Einbuchen ihren Stop Loss nachziehen. Dabei können sie ruhig vorgehen. Das Nachziehen lohnt sich erst, wenn sich der Kurs nach dem Einbuchen einer Position wirklich nachhaltig von der Konsolidierung entfernt.

Fazit zur Konsolidierung

Diese Formation ist beliebt, weil sie bei idealtypischem Auftreten ein relativ sicheres Handelssignal liefert. Wichtig zu wissen: Der Ausbruch aus einer Konsolidierung gilt besonders dann als sicher, wenn diese vergleichsweise eng ausfällt. Das ist schon rein visuell sehr gut zu erkennen. Viele erfahrene Trader handeln nur Ausbrüche aus engen Rechtecken.

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