Regulierung

Warum sollten Broker durch eine Finanzaufsichtsbehörde reguliert werden und welche Vorteile bietet es dem Trader?

Die Regulierung eines Brokers durch eine Finanzaufsichtsbehörde ist nicht zwingend vorgeschrieben. Als Finanzdienstleister kann er sein Angebot, wenn es nicht eine Bankenlizenz erfordert, allein nach dem Gewerberecht den Kunden offerieren – genauso wie jeder Online-Shop. Immer wieder entstehen neue Broker, die anfangs nicht reguliert sind und trotzdem Kunden auf vollkommen legale Weise finden. Viele Neugründungen gehen allerdings auch aus dem Stand mit einem Lizenzantrag einher. Wir wollen untersuchen, warum das der bessere Weg für die Broker ist und was die Regulierung den Kunden bringt.

Regulierte und seriöse Broker

Es wäre eine pauschale Behauptung, wenn man allen Brokern ohne Lizenz Unseriosität unterstellen würde. Da aber mit der Einhaltung bestimmter Kriterien die entsprechenden Lizenzen durchaus unproblematisch vergeben werden, darf man schon fragen, weshalb sich manch ein Broker nicht darum bemüht. Nichtsdestotrotz kann auch ein Broker ohne Lizenz seriös arbeiten, andererseits schützt die Lizenz nicht vor halbseidenem Geschäftsgebaren. Nur schreitet die betreffende Finanzaufsicht dann ganz schnell ein.

So geschehen etwa im März 2016, als die zypriotische Finanzaufsicht CySec einige ortsansässige Forex-, CFD- und Binärbroker zu Geldstrafen verdonnerte (rund 240.000 bis 350.000 Euro) und in einem Fall sogar einem Binärbroker für einen Monat die Lizenz entzog mit der Auflage, den Anforderungen für eine Lizenz wieder nachzukommen. Der Aspekt der Regulierung per Lizenz hat für Trader vor allem deshalb eine hohe Bedeutung, weil die meisten der in Deutschland operierenden Forex- und CFD-Broker ihren Sitz im Ausland haben.

Wenn es sich um ein Mitgliedsland der Europäischen Union handelt und sie am Stammsitz über eine Lizenz verfügen, ist das kein Problem. In der EU herrschen einheitlich die MiFID-Richtlinien für die Finanzmärkte, die den Brokern nach bestimmten Kriterien seriöses Arbeiten vorschreiben. Dazu gehören Bestausführungen für die Kunden, angemessene Beratung und die lückenlose Dokumentation aller Vorgänge auf der Handelsplattform.

Wer reguliert die Broker?

Für die Lizenzvergabe und damit für die Regulierung der Broker sind die staatlichen Finanzaufsichtsbehörden zuständig. In Deutschland ist das die BaFin, in Großbritannien die FCA und in Zypern die CySec. Vergleichbare Einrichtungen gibt es in fast allen Staaten der Welt. Hier ein Überblick über diese drei für den Forex- und CFD-Bereich wichtigen Behörden:

  • BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht): Die BaFin hat Geschäftssitze in Frankfurt und Bonn, ihre Fachaufsicht obliegt dem Bundesministerium der Finanzen. Als Aufsichtsbehörde beaufsichtigt und kontrolliert die BaFin das gesamte deutsche Finanzwesen. Dazu gehören Banken, Versicherungen und Finanzdienstleister mit entsprechender Lizenz. Für Banken und Versicherungen ist diese Lizenz vorgeschrieben, für die meisten Finanzdienstleister (siehe oben) nicht. Die BaFin gilt in Europa als eine der strengsten Aufsichtsbehörden.
  • FCA: Die britische Financial Conduct Authority mit Sitz in London folgte ab April 2013 der Vorgängerbehörde FSA, sie reguliert ähnlich wie die BaFin die Finanzdienstleistungsindustrie in Großbritannien. Auch die FCA gilt als sehr strenge Behörde mit hoher Expertise, da Großbritannien mit Schwerpunkt London ein global höchst bedeutender Finanzmarktplatz ist.
  • CySec (Cyprus-Securities and Exchange Commission): Hierbei handelt es sich um die zypriotische Finanzaufsichtsbehörde, die 2004 nach dem EU-Beitritt Zyperns gegründet wurde. Zypern war und ist eine Steueroase, daher haben hier sehr viele Broker ihren Sitz. Lange Zeit galt die CySec als vergleichsweise schwache Behörde, doch das hat sich etwa ab 2013 geändert. Sie legt heute ähnlich strenge Kriterien an wie die FCA und übertrifft in ihren Forderungen an Finanzdienstleister teilweise die BaFin.

Was genau regulieren die Aufsichtsbehörden?

Lizenzierte Broker können sich kleine Betrugsversuche an Kunden – etwa durch schlechte Kursstellung und/oder Ausführungen – nicht leisten. Die MiFID-Richtlinien schreiben hier große Korrektheit vor. Noch wichtiger ist der Schutz der Kundengelder, der vor allem in Großbritannien und Zypern durch eine verpflichtende Mitgliedschaft in einem Einlagensicherungsfonds sehr hoch ausfällt. In Deutschland trifft das nicht zu.

Fazit

Kunden sollten auf die Regulierung eines Brokers achten, wobei die drei genannten Aufsichtsbehörden als zuverlässige Kontrolleure gelten. Wenn es bei einem Broker mit Lizenz dennoch unkorrekte Vorgänge gibt, werden diese durch die Kontrollbehörde sehr schnell aufgedeckt.

Wir hoffen dieser Artikel hat geholfen. Wenn ja, dann freuen wir uns über ein „Like“ oder ein „+1“. Falls Sie direkt loslegen wollen, haben wir hier noch eine Broker-Empfehlung:

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