„Rollover Interest“ Erläuterung

Eine Einführung in den Handel mit Devisen

RolloverDie Rollover Interests sind die Rollover-Zinsen, die entstehen, wenn eine Forex-Position auf den kommenden Handelstag gerollt wird. Dieses Rollen findet auch bei Futures statt, aber in größeren Abständen (vielfach vierteljährlich), CFDs unterliegen ähnlichen Zinsbedingungen wie Forexpositionen und werden beim Halten overnight ebenso mit Zinsen beaufschlagt, die zugunsten (Short-Positionen) oder zuungunsten (Long-Positionen) des Traders ausfallen. Bei Forexpositionen werden durch den Rollover Interest die Zinsdifferenzen zwischen den beiden Währungen beschrieben, die innerhalb eines Währungspaares gehalten werden.

Hintergrund für den Rollover Interest

Der Spot-Devisenmarkt erfordert grundsätzlich die Abwicklung von Transaktionen innerhalb zweier Geschäftstage. Sollte der Trader also am Montag 100.000 Euro verkaufen, müsste er ohne Rollover diese am darauf folgenden Mittwoch einbringen. Falls die Position länger gehalten werden soll, führt der entsprechende Broker automatisch (meist 17.00 h New Yorker Zeit) den automatischen Rollover sämtlicher offenen Positionen durch. Dieser Rollover gilt bis zum kommenden Settlement, demjenigen Termin bis zur neuen Zinsfestlegung. Theoretisch werden die alten gegen neue Positionen ausgetauscht, und zwar nicht identisch, sondern mit dem in der Zwischenzeit stattgefundenen Zinszu- oder Abschlag. Der Trader erhält dabei einen Differenzbetrag gutgeschrieben oder abgezogen je nach dem Zinshöhenunterschied beider Währungen des gehaltenen Paares. Dieser Zinsunterschied richtet sich nach den auf die jeweilige Währung anfallenden Zinsen und nach der Preisbewegung zwischen den beiden Währungen, es spielen also grundsätzlich zwei Faktoren eine Rolle:

  1. Wird eine Basiswährung im Verhältnis zur Kurswährung teurer oder billiger, und wie sind beide Währungen jeweils mit Zinsen beaufschlagt. Es ist also möglich, dass die Währung mit den höheren Zinsen im Wert steigt, dann erhält der Trader einen Zinsgewinn. Selbst wenn die Währung mit den höheren Zinsen nur geringfügig an Wert verliert, könnte der Rollover Interest für den Trader noch positiv bis neutral ausfallen.
  2. Sollte die Währung mit den höheren Zinsen deutlich an Wert verlieren, wird der Trader innerhalb des Rollover Interests einen Zinsverlust erleiden.

Bedeutung des Rollover Interests

Der Broker „leiht“ sich praktisch das Geld für den Hedge der offenen Positionen und zahlt darauf Zinsen, die er an den Trader weiterreicht. Trader zahlen oder erhalten Zinsen je nach Margin-Level und ihren Marktpositionen, die sich im Gewinn oder Verlust befinden können. Nur bei striktem Daytrading werden die Zinsen vernachlässigt, Trader müssten dann ihre Positionen um 17.00 h EST (Eastern Standard Time = sechs Stunden vor MEZ) schließen, bei mitteleuropäischer Winterzeit wäre das um 23.00 h.

Die Zinsunterschiede fallen mehr oder weniger marginal aus, sie werden übrigens im Brokerjargon als „SWAP“ gekennzeichnet. Dieser SWAP wird in Pips angegeben, er ist sehr klein und betrug beispielsweise im Währungspaar EUR/USD in der dritten Januarwoche 2013 auf Longpositionen -0,454 Pips, auf Shortpositionen -0,341 Pips. Nicht immer fallen beide Positionen negativ aus, im Währungspaar AUD/CAD (australischer gegen kanadischer Dollar) wurden dem Trader auf Longpositionen +0,376 Pips gutgeschrieben, auf Shortpositionen zahlte er -0,81 Pips innerhalb des Rollover Interests.

Fazit: Was hat das für eine praktische Bedeutung beim Trading?

Für kurzfristiges Trading so gut wie keine, Zinsgewinne oder -verluste fallen äußerst marginal aus. Selbst bei längerfristigem Halten von Positionen könnte der Rollover Interest ausgeglichen ausfallen, je nach Entwicklung der Position. Sollte sich aber ein Trend in eine Richtung ergeben, die gleichzeitig einen für den Trader nachteiligen Rollover Interest produziert – einfach wegen der Verzinsung der beiden Währungen -, könnte ein Tagesverlust (je nach Positionsgröße) von nahezu einem Prozent entstehen. Das sollte vermieden werden.

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