Schulter-Kopf-Schulter-Boden

Von Experten mit Skepsis begegnet, gilt sie im Aktienmarkt nach wie vor als bewährt: der Schulter-Kopf-Schulter-Boden.

Der Schulter-Kopf-Schulter-Boden wird häufiger inverse Schulter-Kopf-Schulter-Formation genannt. Wie ihr Pendant, die SKS, ist auch die inverse SKS eine Umkehrformation, die im Abwärtstrend zu finden ist (SKS im Aufwärtstrend). Beim Schulter-Kopf-Schulter-Boden zeigt der Kopf nach unten, wobei er ein neues Tief markiert. Wenn die inverse SKS anschließend vollendet wird, bricht der Abwärtstrend. Das anschließende Tief ist höher als die zweite Schulter. Es ergibt sich eine Nackenlinie. Sollte der Kurs diese nach oben durchbrechen, entstand durch die inverse SKS ein neues Kaufsignal. Gewinn- oder Verlustbegrenzungsstopps für vorherige Put-Positionen müssen spätestens jetzt aufgelöst werden.

Die Chartformation Schulter-Kopf-Schulter-Boden erklärt

Die Schulter-Kopf-Schulter-Boden-Formation kommt am häufigsten im Aktienmarkt vor.

Die inverse SKS ist ebenso wie eine reguläre SKS eher selten in Reinkultur zu beobachten. Sie kommt am häufigsten im Aktienmarkt vor, Aktientrader haben sie im frühen 20. Jahrhundert erstmals beschrieben. Zu beiden Formationen gehören gewisse Umsätze, die trotz eindeutiger Chartzeichnung nicht immer gegeben sind.

Entstehung

Damit eine inverse SKS als “echt” gilt, müssen bestimmte Umsätze vorliegen. Im ersten Schritt der Entstehung beschleunigt sich der vorliegende Abwärtstrend unter hohem Umsatz, der anschließend sinkt. Nun erholt sich der Kurs leicht, es bildet sich die linke Schulter. Der nächste Abwärtstrend wird wieder von höheren Umsätzen begleitet, die aber nicht das Niveau bei der ersten Abwärtsbewegung erreichen. Der Preis sinkt noch weiter hin zum hängenden Kopf der Formation und erholt sich erneut unter etwas höheren Umsätzen gegenüber der ersten Erholung. Es bildet sich nun die rechte Schulter aus, die in der abschließenden Abwärtsbewegung unter erniedrigtem Umsatz vollendet wird.

Wenn die nächste Aufwärtsbewegung unter deutlich höherem Umsatz stattfindet, erfüllt die inverse SKS ihre Rolle, sie generiert ein Aufwärtssignal. Ohne deutlich erhöhten Umsatz verpufft der angenommene Aufwärtstrend alsbald. Eine Kaufposition, die über der Nackenlinie eingebucht wird, könnte im Verlust enden.

Schulter-Kopf-Schulter-Boden erkennen

Eine inverse SKS zeigt zwischen zwei nach unten gerichteten Dreiecken mit der Spitze auf etwa demselben Preisniveau ein drittes Dreieck mit noch tieferem Niveau. Die Nackenlinie wird über die Spitzen der beiden kleineren Aufschwünge gezeichnet. Diese Zeichnung ist eigentlich oft im Intraday- und im Wochenchart zu finden, doch sie liefert nicht immer das gewünschte Signal.

Es wird seit Beginn der 2000er Jahre daher in der Tradingliteratur darauf verwiesen, dass eine inverse SKS eher vorsichtig zu handeln ist (genauso wie der Pendant der regulären SKS). Es gib aber Trader, welche dieser Formation eine Trefferwahrscheinlichkeit von rund 90 % zuschreiben. Dafür müssen aber alle Bedingungen erfüllt sein:

  • perfekte, symmetrische Zeichnung der inversen SKS
  • Umsätze steigen und fallen wie beschrieben
  • Betrachtung im Aktienmarkt über einige Tage oder Wochen

Der Schulter-Kopf-Schulter-Boden wurde schon in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts beschrieben. Damals gab es keine Computer mit Chartsoftware, gehandelt wurden zudem überwiegend Aktien. Daher stammen solche Zeichnungen.

Handelsempfehlung

Nach der klassischen Lehrmeinung ist eine Trendwende nach oben klar zu erkennen, wenn die Nackenlinie überschritten wird. Daher lohnen sich Kaufstopps über der Nackenlinie der inversen SKS. Der Verlustbegrenzungsstopp muss anfangs unter dem hängenden “Kopf” und später unter den “Schultern” des Schulter-Kopf-Schulter-Bodens platziert werden. Bereits short investierte Trader sollten beim Entstehen einer inversen SKS ihre Stopps über diese Figur setzen.

Sie müssen die Positionen nicht komplett auflösen, denn es kann auch weiter abwärtsgehen. Das wäre zu erkennen, wenn der Kurs nach dem letzten Aufschwung wieder dreht und der Reihe nach die Nackenlinie sowie die Preisniveaus an den Schultern und am Kopf nach unten durchstößt. Dann wäre das generierte Abwärtssignal – hohe Umsätze vorausgesetzt – wiederum sehr stark, Trader könnten sich sogar unter dem Schulter-Kopf-Schulter-Boden short positionieren.

Fazit zum Schulter-Kopf-Schulter-Boden

Diese Formation gilt im Aktienmarkt nach wie vor als bewährt, aber auf etwas längere Sicht (wenigstens von einigen Tagen). Im Intradaygeschehen sowie in anderen Märkten trügt sie den Trader wohl eher, was auch auf die reguläre SKS zutrifft.

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