Schulter-Kopf-Schulter-Top

Wir erklären, warum die Schulter-Kopf-Schulter-Formation so beliebt ist, wie sie entsteht und was sie wirklich kann.

Das Schulter-Kopf-Schulter-Top ist besser bekannt als Schulter-Kopf-Schulter-Formation oder SKS. Diese Chartformation ist sehr bekannt, um nicht zu sagen berühmt. Von der SKS gibt es eine Inversion, die spiegelbildlich erscheint. Die originale SKS tritt im Aufwärtstrend auf beziehungsweise kann diesen einleiten und fortführen, die inverse SKS gehört zum Abwärtstrend.

Die Chartformation Schulter-Kopf-Schulter-Top erklärt

Die Schulter-Kopf-Schulter-Top-Formation ist sehr beliebt und leicht zu erkennen.

In Tradinglehrbüchern erhält die SKS einen sehr hohen Stellenwert, obgleich es häufigere und sicherere Handelsformationen gibt. Das dürfte historisch aus der Entstehung der Tradingliteratur resultieren, die vormals auf den reinen Aktienmarkt fokussierte, als es noch gar keinen großen Derivatemarkt gab. Dort – im Aktienmarkt – funktioniert die SKS auch halbwegs zufriedenstellend, in anderen Märkten jedoch und mit schnellen Derivaten ist sie entweder nicht anzutreffen oder liefert nicht die Resultate, die versprochen werden. Daher ignorieren sie einige der prominentesten Trader wie Joe Ross und der Deutsche Simon Betschinger.

In Lehrbüchern und Tradingberichten wird auch von ihren Befürwortern zugegeben, dass die SKS und ihre Inversion zwar durchaus leicht zu entdecken sind, aber in Reinkultur nur sehr selten vorkommen. Das kann zu Tradingfehlern führen. Es gibt noch mehr solcher Phänomene in der technischen Analyse, etwa bei den Elliott Waves. Auch diese scheinen schlecht zu funktionieren, dennoch gibt es begeisterte Anhänger, die eigene Fehlinterpretationen vermuten, wenn ein Ansatz nach Ralph Nelson Elliott zu Verlusten geführt hat. Auch die Elliott Wellen lehnen erfolgreiche Trader überwiegend ab. Damit soll vorangestellt werden, dass gegenüber der SKS und ihrer Inversion gesunde Skepsis angebracht ist.

Entstehung

In einem Aufwärtstrend erreicht der Kurs einem Punkt 1, der als “linke Schulter” bezeichnet wird, schlägt dann zurück zu Punkt 2 und bewegt sich anschließend über den Punkt 1 hinaus. Er erreicht den Punkt 3, welcher der Kopf sein soll, und schlägt zurück auf Punkt 4 auf dem Niveau des Punktes 2. Die Punkte 2 und 4 bilden die Nackenlinie. Der nächste Anstieg führt zu Punkt 5 auf dem Niveau von Punkt 1, der nun die rechte Schulter darstellt. Wenn der Kurs nun wieder fällt und dabei die “Nackenlinie” durchbricht, macht die SKS das, was man ihr zuschreibt: Sie ist eine klassische Trendwendeformation. In der Praxis erfüllt eine Schulter-Kopf-Schulter-Formation eher selten diese Prognose. Außerhalb des Aktienmarktes gilt sie als sehr unzuverlässig, bei Indizes, Edelmetallen und in der Forex raten Experten ernsthaft ab.

Handelsempfehlungen

Nach Lehrbuch sollte der Kurs fallen, wenn er rechts die Nackenlinie abwärts durchbricht. Das spräche für Put-Kaufstopps etwas unterhalb dieser Nackenlinie. Da dieses Szenario die Hauptvariante sein soll, wäre das Schulter-Kopf-Schulter-Top eine Trendwende-Formation. Sollte der Kurs wiederum die Nackenlinie nicht erreichen und vorher wieder steigen, entsteht ein Kaufsignal beim Übersteigen der Schulterlinie, spätestens aber beim Überschreiten der Kopf-Linie. In der Praxis treten allerdings beide Varianten – die SKS als Trendwende- oder Trendfortsetzungsformation – zu selten auf. Vielmehr ist die SKS eher dafür bekannt, dass sie den Beginn einer längeren Schiebezone darstellt (ausgeprägte Range). In deren Verlauf entstehen dann Kauf- oder Verkaufssignale aus anderen Entwicklungen. Dennoch kann der Kurs durchaus über der Nackenlinie nach oben drehen oder diese nach unten durchbrechen und damit einen Abwärtstrend einleiten – aber eben nicht unmittelbar nach der Entstehung dieses Chartmusters.

SKS-Formation: Fazit

Diese Formation wird oft und gern beschrieben, weil ihre Zeichnung so klar und eindeutig ist. Sie liefert allerdings bestenfalls im Aktienmarkt und dort eher im Positionstrading die gewünschten Signale. Viele erfolgreiche Daytrader ignorieren sie, wie oben beschrieben, dafür muss es Gründe geben. Es steht dem modernen Trader frei, wie er mit so einer Formation umgeht, nur sei speziell im Falle der SKS und ihrer Inversion darauf verwiesen, dass sie aufgrund ihrer hohen Popularität ein Versprechen abgibt, das wohl so nicht ganz zu halten ist.

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