Stepped Line Chart

Für das tägliche Tradinggeschäft nicht geeignet, aber mit vielen sinnvollen Einsatzzwecken: der Stepped Line Chart.

Der Stepped Line Chart ist eine “geschrittene Linie”, die den Kursverlauf darstellt. Bei Börsenkursen ist das eine sehr ungewöhnliche Variante. Im technischen Bereich hingegen gibt es solche Charts häufiger. Es handelt sich um Liniendiagramme, in denen vertikale und horizontale Linien Datenpunkte verbinden. Diese Diagramme entstanden im Zuge der technischen Entwicklung des 20. Jahrhunderts, in Deutschland beschreibt sie beispielsweise ab 1977 die VDI 3260. Die Anwendung von Stepped Line Charts kommt für Daten mit einer diskontinuierlichen Entwicklung infrage, die auf neue Ebenen springen.

Hierfür gibt es diverse technische Szenarien wie etwa bei Drehzahlen, bei denen ein Stepped Line Chart das intermittierende Muster (Anstieg und Abfall eines Dateninputs) optimal darstellt. Für Börsenkurse eignen sich solche Charts eher für statistische Zwecke. Es lassen sich damit nachfolgend die Geschehnisse vereinfacht darstellen.

Stepped Line Chart: Aufbau

Der Stepped Line Chart benötigt ein XY-Diagramm, bei welchem die X-Achse wie üblich die Zeit darstellt. Für Börsenkurse lohnt sich am ehesten die Darstellung von Wochen und Monaten, die kürzeste Zeiteinheit könnte bestenfalls ein Tag sein. Kleinere Zeiteinheiten erscheinen kaum sinnvoll. Damit können Stepped Line Charts unter Umständen für das Positionstrading im Forex- und CFD-Bereich genutzt werden, im Intradayhandel ist davon abzuraten. Die Y-Achse wäre der absolute Kurs, doch es gibt im technischen Bereich auch den Stepped Line Chart mit einer Darstellung der prozentualen Veränderung auf der Y-Achse. Für Börsenkurse ist so eine Darstellung unserer Redaktion nicht bekannt.

Aussage

Im börslichen Geschehen bestünde die Aussage darin, dass ein Wertpapierkurs innerhalb einer bestimmten Zeitspanne auf einer definierten Ebene notierte. So etwas ist Tradern bekannt, gelegentlich verharrt ein Wertpapierkurs tagelang in einer engen Preisspanne. Dann folgt oft ein Gap (Kurslücke), der Kurs springt auf eine andere Preisebene und verharrt dort wiederum lange in einer Range. Das lässt sich auch im normalen Linien- oder Balkenchart darstellen, der Stepped Line Chart wirkt hierfür sehr plakativ.

Ableitungen und Einsatzzweck

Aus den Stepped Line Charts lassen sich unter anderem Kurslücken ableiten, ebenfalls zeigt der Chart eine Abfolge von Konsolidierungsphasen innerhalb eines Trends an. Ein wirklich sinnvoller Einsatzzweck wäre der Vergleich mehrerer Kurse (unterschiedlicher Assets) per Stepped Line Chart. Andere Chartdarstellungen werden hierbei sehr schnell sehr unübersichtlich. Bestenfalls der Linienchart ist noch ähnlich gut geeignet.

Alle Balkencharts hingegen – Candlesticks, Bar Charts oder OHLC Charts – wirken bei dieser vergleichenden Anwendung absolut chaotisch. Es kommen also für gewöhnlich Liniencharts zum Einsatz, die wiederum bei sehr vielen Assets – manche Trader vergleichen bis zu 20 Kurse miteinander – auch sehr unübersichtlich werden. In solchen Fällen könnten Stepped Line Charts eine sinnvolle Alternative darstellen, ansonsten unterstützen sie das Trading eher wenig. Für die nachgeordnete Analyse können sie durchaus hilfreich sein.

Stärken und Schwächen

Die Stärke der Stepped Line Charts liegt offensichtlich im Bereich der vergleichenden, nachgeordneten Analyse. Als Schwäche muss die ungewöhnliche und dabei auch noch plakative Darstellung gelten. Zudem ist das Szenario des sprunghaften Wechsels zwischen den Preisebenen nicht unbedingt alltäglich, auch wenn es Gaps immer wieder gibt.

Stepped Line Charts: Fazit

Diese ungewöhnliche Darstellungsvariante können Trader unter Umständen für Backtests verwenden, wenn sie längere Zeiträume betrachten und dabei mehrere Assets vergleichen. Für das tägliche Tradinggeschäft sind Stepped Line Charts wohl eher nicht geeignet. Sie werden auch fast nirgendwo beschrieben, im deutschen Web überhaupt nicht (außer durch uns), im englischsprachigen Internet nur flüchtig. Nehmen Sie diese Chartvariante daher als Gut-zu-wissen-Info hin.

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