Trendbestätigungsindikator (TBI)

Kann der Trendbestätigungsindikator als verlässlicher Chartindikator genutzt werden?

Der TBI – Trendbestätigungsindikator – funktioniert so, wie es sein Name ausdrückt: Er bestätigt einen erkennbaren Trend. Er ist eine Alternative zum Price Oscillator, die sich in Deutschland durchgesetzt hat. Der Detrended Price Oscillator bildet eine Kursdifferenz zum SMA, indem er das Marktmomentum um kurzfristige Trends bereinigt. Der Trendbestätigungsindikator geht ähnlich vor. Er bildet aber nicht nur eine Differenz zum SMA, sondern den Quotienten aus arithmetischen Durchschnitten, die anschließend mit dem Faktor 100 multipliziert werden.

Entstehung und Herkunft

Der TBI stammt von deutschen Tradern, die nach einem Pendant zum Detrended Price Oscillator gesucht hatten. Die Division statt der Subtraktion der Werte soll zur Kreuzung von positiven und negativen Werten führen. Ein Aufwärtstrend lässt sich an Werten über 100 ablesen, unter 100 wird ein Abwärtstrend festgestellt. Der Vorteil dieser Darstellung ist eine hohe Übersichtlichkeit, ein weiterer Vorteil ist die Zuverlässigkeit und Objektivität des TBI gegenüber dem Detrended Price Oscillator. Der Trendbestätigungsindikator funktioniert auf jedem Kursniveau.

Damit lässt sich auch im Rückblick besser feststellen, inwieweit Trends im betrachteten Wertpapier in der Vergangenheit Bestand hatten. Die Berechnungsprinzipien von TBI, Detrended Price Oscillator und MACD sind zwar dieselben, nur die Darstellungen unterscheiden sich. In allen drei Fällen messen Momentum-Indikatoren die Bewegungsdynamik beim Underlying und glätten das Geschehen durch gleitende Durchschnitte.

Aussagen

Grundsätzlich zeigt der TBI auf, dass beim vorliegenden Momentum die aktuelle Kursbewegung zum Trend innerhalb des gleitenden Durchschnittes “passt”. Trendbrüche zeigt als deutliches Signal die Kreuzung von kurzen und langen gleitenden Durchschnitten an. Hohe Indikatorwerte stehen für eine hohe Bewegungsdynamik, bei niedrigen Werte flacht der Trend ab. Er muss nicht, könnte aber brechen. Ein Trendbruch verläuft logisch, indem der Trend zunächst abflacht, was niedrige TBI-Werte anzeigen, und sich anschließend die GDs kreuzen. Natürlich kann der abflachende Trend auch in eine Konsolidierung übergehen.

Einsatz

Der TBI zeigt die Fortführung oder den Bruch eines Trends an. Bei Indikatorwerten, die auf den Fortgang verweisen, können Trader ihre Stopps komfortabel platzieren und sogar die Position aufstocken (pyramidisieren). Wenn der TBI flacher wird, bietet es sich an, Verlust- oder Gewinnbegrenzungsstopps dicht heranzuziehen, auch wird dann niemand mehr neue Positionen eingehen.

Die Trendstärke ist ebenfalls erkennbar, darüber hinaus zeigt der TBI-Indikator auch Divergenzen an. Diese sind beispielsweise festzustellen, wenn der Trendbestätigungsindikator ansteigt, ohne dass sich das im Kurs niederschlägt. In so einem Moment baut sich vielleicht ein unbekanntes Momentum auf. Es wäre ein antizipierendes Signal, das zum Beispiel zum Aufstocken von Positionen genutzt werden könnte.

TBI: Fazit

Der TBI überzeugt mit seiner übersichtlichen Aussage zu Trends, die eindeutiger ausfällt als beim Price Oscillator. Sein historischer Bezug und seine guten Vergleichsmöglichkeiten machen den TBI zu einem ausgezeichneten Instrument. Selbst Antizipationen sind mit diesem Indikator möglich, allerdings sind Fehlsignale nicht ausgeschlossen.

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