Überweisung

Eine alte, aber bewährte und verlässliche Zahlungsmethode: Wir erklären die Vor- und Nachteile der Überweisung.

Die Überweisung (Banküberweisung) ist eine der möglichen Zahlungsmethoden bei Brokern. So gut wie jeder Broker bietet sie an. Sie ist alt, aber dabei bewährt und verlässlich. Das Geld wird vom Girokonto auf das Tradingkonto des Kunden beim Broker überwiesen, Auszahlungen können umgekehrt auf demselben Weg stattfinden. In einigen Fällen schreiben Broker für Auszahlungen grundsätzlich eine Überweisung auf ein Referenzkonto vor.

Wie funktioniert eine Überweisung?

Bei der Überweisung weist der Kunde sein Bankinstitut an, die betreffende Summe auf ein anderes Konto zu überweisen. Dieser Vorgang ist im Inlandsverkehr bei den meisten Banken kostenlos, nur wenige Geldinstitute erheben hierfür sehr geringe Gebühren. Bei der Überweisung auf ausländische Konten können Gebühren entstehen, die aber bei einer Überweisung auf ein EU-Konto nicht höher sein dürfen als im Inlandsverkehr (jeweils auf die betreffende Bank bezogen). Diese Regelung gilt bis zum Betrag von 50.000 Euro.

Das bedeutet, dass in fast jedem Fall die Überweisung auf das Brokerkonto für den Kunden kostenlos ist. Broker nehmen das Geld auch praktisch durchweg kostenlos entgegen. Anders verhält es sich bei der Überweisung vom Tradingkonto auf das Referenzkonto (Girokonto) des Kunden. Hier verlangen einige Broker recht hohe Gebühren, die nach Häufigkeit der Zahlungsvorgänge und nach der Höhe der Kontokapitalisierung gestaffelt sein können. Manche Broker lassen VIP-Kunden mit hoher Kapitalisierung grundsätzlich kostenlos überweisen, die niedrig kapitalisierten Konten werden hingegen mit Auszahlungsgebühren belegt. Dabei kann zum Beispiel eine Überweisung pro Monat kostenlos erfolgen.

Die Fristen für Überweisungen sind inzwischen kurz, in der Regel wird das Geld auf dem Gegenkonto binnen 24 Stunden oder weniger gutgeschrieben. Broker verweisen dennoch gern auf übliche Zahlungsfristen von bis zu fünf Tagen. Auch ist eine Überweisung durch das TAN-Sicherungsverfahren etwas aufwendig. An einer Überweisung sind vier Parteien beteiligt, nämlich der Auftraggeber, dessen Bank, der Zahlungsempfänger und dessen Bank.

Im Falle der Überweisung auf das eigene Tradingkonto sind es nur noch drei Parteien, weil Auftraggeber und Zahlungsempfänger identisch sind. Allerdings kann der kontoführende Broker theoretisch über das Geld verfügen, was durch Regularien eingeschränkt wird. Der Zahlungspflichtige (Auftraggeber) löst aktiv den Vorgang der Überweisung aus. Das erscheint den meisten Personen als so vorteilhaft, dass die Überweisung das dominierende Zahlungssystem ist, zumindest in Deutschland. Hier werden rund 80 % aller unbaren Zahlungsvorgänge auf diese Weise vorgenommen.

In Europa gilt seit Februar 2016 das SEPA-Verfahren für Inlands- und Auslandsüberweisungen in Euro für alle Überweisungsvorgänge im Inland, ins EU-Ausland und auf Bankkonten in der Schweiz und Liechtenstein, in Island und Norwegen. Hierfür werden nur noch die IBAN Kennzeichnungen der eigenen und der Empfängerbank benötigt.

Vor- und Nachteile

Von folgenden Vorteilen profitieren die Nutzer:

  • Der Zahlungspflichtige löst den Vorgang aktiv aus, das erhöht subjektiv und teilweise auch objektiv die Sicherheit.
  • Die Kontrolle der Überweisung über das eigene Konto ist sehr einfach.
  • Es entfällt die Notwendigkeit, ein Kreditkarten- oder eWallet-Konto einzurichten.

Dem gegenüber stehen allerdings einige Nachteile:

  • Die Gutschrift auf dem Gegenkonto dauert gegenüber anderen Verfahren wie Kreditkarte und eWallet am längsten.
  • Der Überweisungsvorgang ist aufwendiger als bei anderen Verfahren.
  • Eine Überweisung ist nicht aktiv rückgängig zu machen (anders als eine Lastschrift). Im Falle der Überweisung auf das eigene Tradingkonto kann der Kunde zwar aktiv vom Tradingkonto sein Geld wieder auf das eigene Girokonto überweisen, das kann aber mit teilweise recht hohen Gebühren verbunden sein. Auch könnte im Insolvenzfall oder während einer Sperre des Brokers durch eine Aufsichtsbehörde die Rücküberweisung nicht funktionieren.

Fazit

Personen, die sich subjektiv mit der Überweisung sicher fühlen, werden diesen Weg wählen. Sie müssen als Trader wissen, dass sie auf diese Weise nicht eben schnell ihr Tradingkonto auffüllen können, was mit einem eWallet und in vielen Fällen mit einer Kreditkarte in Minuten möglich ist.

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