Umgekehrtes Dreieck

Das Umgekehrte Dreieck stellt eine seltene Chartformation dar. Wir stellen die Besonderheiten vor.

Ein umgekehrtes Dreieck ist eine Chartformation in Dreiecksform mit links liegender Spitze. Das Dreieck öffnet sich nach rechts. Es ist eine eher seltene Variante, häufiger sind steigende, fallende oder symmetrische Dreiecke mit der nach rechts gerichteten Spitze zu beobachten. Bei diesen Dreiecken sinkt also die Volatilität. Da dies eher der Normalfall ist, nennt man bei steigender Volatilität die entstehende Chartformation ein “umgekehrtes Dreieck”. Zu erkennen ist es daran, dass die Kurse – von der linken Spitze an beginnend – stetig höhere Hochs und gleichzeitig tiefere Tiefs bilden. Wenn diese Hochs und Tiefs grafisch verbunden werden, ist ein Dreieck zu erkennen.

Die Chartformation Umgekehrtes Dreieck erklärt

Ein umgekehrtes Dreieck ist eine seltene Chartformation in Dreiecksform mit links liegender Spitze.

Entstehung eines umgekehrten Dreiecks

Dieses Dreieck entsteht in Phasen ansteigender Volatilität, der Markt sucht nach einer Richtung. Die Kurse waren zunächst an der linken Spitze – dem Ausgangspunkt des Dreiecks – konsolidiert. Das ließ einen Ausbruch in eine der beiden Richtungen erwarten. So ein Ausbruch fand aber nicht statt. Die Kurse bewegten sich nur mit schwachem Momentum, was nicht sehr weit führte. Die Händler gaben daher ihre Aktivitäten alsbald auf.

Die Handelsaktivitäten wechseln sich nun in die beiden Richtungen ab, wobei sich die Kurse langsam aufschaukeln. Damit entsteht das umgekehrte Dreieck. Dieser Vorgang passiert vielfach auf kleinem Raum und ist in eine größere Kursbewegung eingebunden, beispielsweise auf dem Intradaychart im Rahmen einer Wochen- oder Monatsbewegung. Das umgekehrte Dreieck weist bezüglich seiner Zeichnung eine steigende oder abfallende Tendenz auf, das verleitet zu einer Kursprognose.

Die steigenden oder fallenden Dreiecke mit einer nach rechts gerichteten Spitze sollen sich aufwärts oder abwärts auflösen, das passiert auch oft. Ein umgekehrtes Dreieck kann hingegen in jede Richtung den Ausbruch erzeugen, die vorherige Zeichnung ist dafür nicht entscheidend. Eine größere Kursmarke wie das Wochenhoch oder das Wochentief bestimmt die Richtung des Ausbruchs. Inmitten des Wochenkurses wusste niemand, wohin sich der Kurs bewegen könnte, daher entstand das umgekehrte Dreieck. Wenn beispielsweise ein großer Investor mit hoher Liquidität kauft oder verkauft, beeinflusst das die Kursrichtung. Als das umgekehrte Dreieck entstand, setzten die Anleger Kaufstopps über und unter die Trendlinien des Dreiecks, um damit Call- oder Put-Positionen einzugehen. Diese Kaufstopps werden ausgelöst und verstärken die Kraft des Ausbruchs.

Handlungsempfehlung

Durch Kauf- und Verkaufsstopps auf beiden Seiten des umgekehrten Dreiecks wird bei starkem Schwung eine kaskadierende Welle ausgelöst. Diese verstärkt das Momentum zusätzlich. In welche Richtung die Auflösung des umgekehrten Dreiecks erfolgt, weiß niemand. Manchmal passiert das entgegen der visuellen Erwartung. Das umgekehrte Dreieck könnte augenscheinlich nach unten weisen, um sich dann schlagartig nach oben aufzulösen – und umgekehrt. Die Volatilität steigt, der Markt sucht nach einer Richtung.

Wenn er sich nach dem Auslösen von Kauf- und Verkaufsstopps gefunden hat, kann der anschließende Ausbruch sehr stark sein, darauf müssen die Trader setzen. Sie sollten also ihre Kaufstopps nicht zu dicht am umgekehrten Dreieck platzieren, um False Breaks zu entgehen, und dem starken Ausbruch schnell mit einem Verlustbegrenzungs- und später Gewinnstopp folgen. Ein Problem haben diejenigen Trader, die schon investiert sind, wenn das umgekehrte Dreieck entsteht. Sollten sie sich dabei nicht in einer Gewinnposition befinden, haben sie die Wahl, ihre Position unter Verlust aufzulösen oder ihre Verlustbegrenzungsstopps wegzurücken, was gegen das Moneymanagement verstößt.

Fazit zur Formation des umgekehrten Dreiecks

Das umgekehrte Dreieck kann zu einem sehr starken Ausbruch führen, dessen Richtung aber nur sehr schlecht zu prognostizieren ist. Entscheidend für diese Richtung sind größere Kursmarken meistens im Wochenverlauf oder generell auf der übergeordneten Zeitebene. Wenn sich das umgekehrte Dreieck in der Nähe einer solchen Marke gebildet hat, wäre der Ausbruch in diese Richtung zu erwarten. Generell ist aber diese Handelsformation eher behutsam zu handeln, viele Trader halten sie für heikel. Positionstrader ignorieren oft das umgekehrte Dreieck.

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