Untertasse

Die Entstehung, Bedeutung und Interpretation von Untertassen als Chartformation.

Die Untertasse ist im Chartbild zu erkennen, wenn am Ende eines Abwärtstrends der Kurs einen sanften Schwung ausführt, der halbkreisförmig nach oben führt. Dabei erreicht er das Niveau Rands (links) der Untertasse und läutet die bullishe Chartformation ein. Wichtig ist dabei, dass der flache und oben offene Halbkreis zwei Ränder hat und damit die Form einer Untertasse annimmt. Diese beiden Ränder ergeben sich aus der in die Untertasse hinein- und herausführenden Konsolidierungen.

Die bullishe Untertasse erklärt

Die bullishe Untertasse ist leicht zu erkennen.

Die Tellerränder einer Untertasse sind bedeutsam, denn sie belegen, dass der Markt vor und nach einer Untertasse unsicher ist. Aus diesem Grund bildet sich eine Untertasse im Abwärtstrend. Ihr Pendant ist die umgekehrte Untertasse, die dementsprechend im Aufwärtstrend zu finden ist. Beide Bilder läuten oft einen Trendwechsel ein. Die von den Untertassenformationen abgeleiteten Signale gelten allerdings nicht als sehr sicher. Marktabhängig gestehen ihnen erfahrene Trader Trefferquoten zwischen 40 bis 60 % zu.

Entstehung

Die Untertasse entsteht im Swing, daher ist sie typisch für die swingenden Währungspaare. Deren Swing hat einen starken fundamentaltechnischen Hintergrund: Eine Währung kann gegen die andere im Grund niemals endlos tendieren (es sei denn, eine der beiden Währungen würde gerade wertlos, was bei den Majors und Minors nicht vorkommt). Daher vollführen die Kurse im Forexmarkt schwingende Bewegungen auf verschiedenen Zeitebenen.

Die Untertasse ist aber auch im Aktien-, Rohstoff- und Indexmarkt zu beobachten. Allerdings liefern hier das Signal der Trendwende nach oben, das von einer Untertasse ausgeht, eher Doppel- und Dreifachböden. Trendwechsel in diesen Assetklassen sind so starke und abrupte Ereignisse, dass die Ausbildung der Böden eher indiziert ist. Die Untertasse leitet einen sehr sanften Trendwechsel ein. Dieser ist typisch für den Devisenhandel. Devisentrends verlangsamen sich, bis eine Untertasse oder ihre Umkehrung entsteht. Die Verlangsamung geht mit sinkenden Umsätzen einher, die Abbremsung zur Untertasse leitet allmähliche eine Umkehr der Kursrichtung nach oben ein. Am rechten Rand dieser Formation sollten Trader die Umsätze beobachten. Wenn diese steigen, könnte das ein deutliches Signal für die Trendwende sein.

Wie ist die Untertasse zu erkennen?

Eine Untertasse entsteht im Abwärtstrend, sie ist im großen Chartbild zu erkennen. Selbst im Aufwärtstrend von gut tendierenden Märkten kann es manchmal diese Chartformation geben, sie sollte dann allerdings ignoriert werden. Wichtig für die Trader: Die Untertasse läutet nach einem Abwärtstrend die Wende zum Aufwärtstrend ein. Idealerweise wurde der Abwärtstrend vorher langsamer, sein Trendwinkel hat sich verflacht. Nun bildet sich die erwähnte kleine Konsolidierung, aus der später der linke Rand der Untertasse entsteht. Ein halbkreisförmiger Bogen führt nach unten, anschließend wieder hinauf, hin zu einer Konsolidierung und damit hin zur Ausbildung des rechten Rands der Untertasse. Das Bild ist nun perfekt, es kann der Aufwärtstrend folgen.

Das Signal gilt an sich nicht als sehr stark. Trader sollten eine Untertasse nur dann beachten, wenn ihr Aufbau idealtypisch erfolgt ist. In so einem Fall lassen sich Kaufstopps in Richtung des beginnenden Aufwärtstrends setzen. Ein Ausbruch nach unten kann es geben, das ist aber sehr selten. Wer mit Calls eingebucht wurde, sollte unter die Untertasse Verlustbegrenzungsstopps setzen.

Handelsempfehlungen

Da mit der Ausbildung einer Untertasse ein Aufwärtstrend bevorstehen könnte, bietet sich ein Kaufstopp für eine Call-Position über dem rechten Rand der Untertasse an. Dieser Kaufstopp folgt weiteren Prämissen der Charttechnik, denn über eine enge Konsolidierung gehört stets ein Kaufstopp. Zwar könnte der Ausbruch prinzipiell auch abwärts erfolgen, doch die Untertasse verweist auf einen wahrscheinlicheren Ausbruch nach oben. Wegen der als unsicher geltenden Signallage setzt der Trader eher eine kleine Position, die später pyramidisiert werden kann.

Fazit zur Untertasse

Bei einem stimmigen Gesamtbild bietet die Untertasse eine vergleichsweise gut handelbare Formation. Sollten die Bedingungen nicht korrekt erfüllt werden, ist es besser, diese Chartformation zu ignorieren.

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