Weitere Formationen

Wir stellen weitere, seltener auftretende Formationen vor.

Weitere Formationen sind nicht so bekannte Chartformationen, die seltener auftreten oder auch aufgrund ihrer etwas unklareren Signallage seltener gehandelt werden. In einigen Fällen funktionieren sie nur in ganz bestimmten Assetklassen wie etwa im Aktienmarkt. Sie stehen den klassischen Chartformationen wie den Dreiecken (steigend, fallend, symmetrisch, umgekehrt) und den Mehrfachhochs und -tiefs gegenüber, die als sehr prominent und gut handelbar gelten.

Überblick über weitere Formationen der Charttechnik

Im Folgenden liefern wir einen Überblick über die weiteren Chartformationen. Eine vollständige Erklärung ihrer Entstehung und Identifizierung sowie diverse Handelsempfehlungen bieten wir in separaten und sehr ausführlichen Artikeln.

  • Der Diamant ist eine sehr seltene Chartformation und meistens im Aufwärtstrend anzutreffen. Die Figur sieht wie ein Rhombus aus, sie wird durch ein sich öffnendes und anschließend ein sich schließendes Dreieck gebildet. Die Ausbrüche nach einem Diamanten können sehr gewinnträchtig sein, sie sind aber nicht einfach zu handeln. Der Diamant könnte nämlich ebenso eine Trendwende wie eine Trendfortsetzung einleiten.
  • Die Flagge gibt es als Bullenflagge oder Bärenflagge. Das Chartbild ist leicht zu identifizieren, denn eine Flagge hängt an ihrem Fahnenmast. Dieser ist ein einzelner langer Chartstab, an dem sich dann der Flaggenwimpel ausbildet – im Aufwärtstrend als abwärts wehender, im Abwärtstrend als aufwärts wehender Wimpel. Wenn diese Formationen gut funktionieren, sollte sich in der Mehrheit aller Fälle anschließend der Haupttrend fortsetzen.
  • Auch einen “Keil” gibt es als Chartformation, die tatsächlich wie ein mechanischer Keil aussieht. Dabei laufen zwei Linien aufeinander zu und bilden dabei einen flachen Winkel. Diese Formation entsteht am Ende des Abwärtstrends, weil der Abwärtsdruck nachlässt. Der Keil kann ein Signal für den anschließenden Ausbruch nach oben liefern, das gilt aber als heikel. Sogar einen bearishen Keil kann es am Ende einer Aufwärtbewegung geben, dieses Bild ist aber nur sehr selten zu beobachten.
  • Die Schulter-Kopf-Schulter-Formation (SKS) und ihre Umkehrung – inverse SKS – sind bei Analysten beliebte Chartbilder, die wirklich wie ein Kopf mit zwei Schultern aussehen. Im Fall der inversen SKS hängt dieser Kopf nach unten. Nach Lehrbuch soll das abschließende Durchschreiten der Nackenlinie Kauf- oder Verkaufssignale auslösen, doch in der Praxis sind a) die beiden Bilder nur selten in idealtypischer Zeichnung zu entdecken und versagen b) die Lehrbuchsignale sehr oft. Die Formation wurde vor Jahrzehnten einmal im Aktienmarkt entdeckt, dort kann sie tatsächlich beim Positionstrading über Tage und Wochen funktionieren. Die SKS liefert Signale im Aufwärtstrend, die inverse SKS im Abwärtstrend.
  • Ein Rechteck kennzeichnet eine Konsolidierung, die man nach wie vor zu den absolut funktionstüchtigen Chartformationen zählt. Es gibt sie in allen Assetklassen und im Minutenchart ebenso wie im Jahreschart. Wenn der Markt sehr unentschlossen ist, kann sich eine Konsolidierung als Rechtecksformation bilden, die auf mögliche Kursausbrüche in beide Richtungen verweist.
  • Zwei relativ prominente Chartformationen sind die Untertasse und ihre Umkehrung. Sie entstehen am Ende von Abwärts- und Aufwärtstrends und können eine Trendwende, in selteneren Fällen auch eine Trendfortsetzung einleiten. Ihre Zeichnung entspricht idealtypisch dem Bild des Geschirrstücks, nach welchem sie benannt wurden. Gehandelt werden sollen sie auch nur dann, denn ähnliche Muster ohne ideale Zeichnung verführen zu Fehlschlüssen. Eingeleitet werden die Tassenformationen durch einen sanft ausschwingenden Aufwärts- oder Abwärtstrend.

Müssen Trader diese Formationen kennen?

Nicht alle diese Formationen gelten als gut handelbar, zudem ist ihre Funktionstüchtigkeit oft vom betrachteten Zeitrahmen und vom Asset abhängig. Daher wäre es nicht schlimm, wenn Trader die weiteren Formationen nicht alle kennen. Wer sich jedoch dafür interessiert, muss zwingend ihre Besonderheiten beachten, damit die Anwendung korrekt erfolgt.

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