Wirtschaftsindikatoren

Wir erklären die Bedeutung & Funktion der wichtigsten Wirtschaftsindikatoren für den Forex & CFD Handel.

Für Analysen der Konjunktur werden sogenannte Wirtschaftsindikatoren herangezogen, welche in weiterer Folge Aussagen über etwaige Entwicklungen der Wirtschaft treffen und dahingehend auch deren Auswirkungen beurteilen sollen. Neben bekannten Fakten werden auch zahlreiche Optionen herangezogen, die mitunter Wendepunkte beleuchten, welche dann spruchreif werden, wenn noch nicht eingetretene Ereignisse eintreffen.

Was kann aus Wirtschaftsindikatoren abgelesen werden?

Die Wirtschaftsindikatoren geben etwa Auskünfte über aktuelle sowie auch mögliche zukünftige und auch schon bereits vergangene Entwicklungen. Haben sich die möglichen Wendepunkte herauskristallisiert, haben die ökonomischen Akteure die Möglichkeit, rechtzeitig und auch angemessen reagieren zu können.

Die Indikatoren unterliegen einer Unterscheidung, sodass von vorlaufenden, gleichlaufenden sowie nachlaufenden Wirtschaftsindikatoren gesprochen werden kann:

Vorlaufende Wirtschaftsindikatoren (Frühindikatoren): In diese Kategorie fallen Aktienindizes, Gewinnerwartungen und Investitionsabsichten, die mitunter die zukünftige Lage beschreiben sollen. Es ist nicht notwendig, dass die Lage exakt eintrifft, jedoch sind gravierende Abweichungen nicht wahrscheinlich, wenn etwaige schwere Krisen oder Katastrophen die Prognose auftreten.

Gleichlaufende Wirtschaftsindikatoren (Präsenzindikatoren): Dabei handelt es sich um aktuelle Umsätze des Einzelhandels, Bruttoinlandsprodukte des aktuellen Quartals oder Monats, Industrieproduktionen, Konsumzahlen oder auch Lagerbestände. Auf Grund jener Aussagen ist es möglich, dass die aktuelle Situation nach präziser Aufstellung analysiert und somit eine ökonomische Lage angefertigt werden kann.

Nachlaufende Wirtschaftsindikatoren (Spätindikationen): Im Rahmen der Spätindikationen werden das Bruttoinlandsprodukt des vergangenen Jahres, die letzte Inflationsrate, die letzte Arbeitslosenquote oder auch die Zinsniveauentwicklung herangezogen. Anhand jener Indikatoren ist es möglich, dass die Wirtschaftsforscher ablesen können, wie sich die Ökonomie – auf Grundlage verschiedener Umstände – entwickeln konnte, sodass eine zukünftige Prognose gefällt werden kann.

Beispiele, wie Wirtschaftsindikatoren funktionieren

Die Deutsche Bundesbank präsentiert immer wieder Wirtschaftsindikatoren, welche in weiterer Folge eine mögliche Betrachtung darstellen. Dabei gibt es auch internationale sowie differenzierte Indikatoren, die zu berücksichtigen sind. Die Deutsche Bundesbank stellt das reale Bruttoinlandsprodukt dar, die Kapazitätsauslastung, die Industrieproduktion sowie auch die Arbeitslosenquote und auch den harmonisierten Verbraucherpreisindex.

  • Das reale Bruttoinlandsprodukt – der nachlaufende Indikator

Dabei wird das – nach Laspeyres-Kettenindex-Berechnung zufolge – das Bruttoinlandsprodukt der Europäischen Union gemeint. Zur Datengrundlage gehören die Vorjahrespreise, wobei das Referenzjahr 2005 herangezogen wird, welches einen Indexstand von 100 hat. Dabei kann konstatiert werden, dass das Jahr, das einen Indexstand von 115 aufweist, gegenüber 2005 ein Wachstum von 15 Prozent des Bruttoinlandsprodukts erzielt hat.

  • Die Industrieproduktion – der Präsenzindikator

Auf Grundlage des Produktionsindex ist es möglich, dass etwaige Veränderungen in verarbeitenden Gewerben, so auch in der Energiewirtschaft und im Bergbau, dargestellt werden können. Auch hier ist das Jahr 2005 wieder als Referenzjahr angeführt. Der Wirtschaftsindikator gilt – auf Grund der schnellen Verfügbarkeit der Daten und der Untergliederung nach Wirtschaftszweigen – als zentral. Die Erhebung der Daten erfolgt auf einer Monatsbasis.

  • Die Kapazitätsauslastung im Bereich der Industrie

Im Rahmen der Kapazitätsauslastung werden in Prozent mögliche Vollauslastungen – gemessen an dem vergangenen Quartal – dargestellt. Die Erhebung der Daten erfolgt auf Grundlage einer Umfrage von Teilnehmern, welche repräsentativ ausgewählt wurden. Dabei kann die Generaldirektion der EU, welche für Finanzen und Wirtschaft zuständig ist, Umfragen von nationalen Einrichtungen sowie Institutionen durchführen lassen und nimmt – auf Basis der Ergebnisse – die Aufbereitung und Analyse der Daten vor.

  • Die Arbeitslosenquote – der Präsenzindikator

Die standardisierte Arbeitslosenquote erfasst alle Bürger in der EU, welche aktiv auf Arbeitssuche sind. Dabei werden Quartalszahlen berücksichtigt, wobei die Erhebung über die Arbeitsämter stattfindet. Die Schätzung basiert daher auf Basis des zur Verfügung gestellten Monats.

  • Der harmonisierte Verbraucherpreisindex – nachlaufender Indikator

Die Erhebung der Daten erfolgt auf einer Berichtsperiode, die halbjährlich oder jährlich stattfindet. Die EU fällt den Ansatz einheitlich, sodass mitunter Abweichungen an der Realität vorhanden sind; dies deshalb, da es in Europa kein sogenanntes homogenes Konsumverhalten gibt. Der Index basiert auf Grunde der Laspeyres-Berechnungsmethode. Das bedeutet, dass etwaige Dienstleistungen und Waren – Jahr für Jahr – neu gewichtet werden.

Was bedeutet das für den Forex & CFD Handel?

Wer sich für den Forex & CFD Handel – auf Grundlage der Aktienindizes und Einzelaktien – interessiert, wird daher Wirtschaftsindikatoren beobachten müssen. So auch, wenn mit Gold getradet wird, da auch jener Preis mit der Inflation zusammenhängt.

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