Zweifachhoch (Doppeltop)

Wir erläutern die Entstehung und Bedeutung des Doppeltops.

Das Zweifachhoch (Doppeltop) wird durch zwei Preisspitzen auf nahezu gleicher Höhe gebildet, es ist im Grunde selbsterklärend. Nachdem der Kurs zweimal hintereinander auf fast exakt dem gleichen Niveau ein Hoch gebildet hat, wird diese Preisspitze anschließend nicht überschritten.

Die Chartformation Zweifachhoch (Doppeltop) erklärt

Der Zweifachhoch (Doppeltop) bildet visuell den Buchstaben ‚M‘.

Die beiden Peaks können auch punktgenau das identische Kursniveau erreichen. Dieses Phänomen hat etwas mit der Platzierung von Kaufstopps zu tun, die von Hand und durch automatische Chartprogramme an dieselbe Stelle gesetzt werden, nämlich einen Tick über dem ersten Hoch. Auch werden Fibonacci-Zahlen, Pivot-Punkte, Wochenhochs und ähnlichen Rechengrundlagen genutzt, die alle zum selben Ergebnis führen.

Wie ist ein Doppeltop zu erkennen?

Die Identifizierung einer Doppelspitze als handelbares Doppeltop erfolgt im größeren Zusammenhang. Im Intradaychart sind laufend Doppel- und Dreifachtops zu erkennen, die nicht unbedingt zu Handelsempfehlungen führen. Diese ergeben sich erst beim Doppeltop an wichtigen Widerständen, wie sie beispielsweise durch Tages-, Wochen- oder Monatshochs entstehen. Im Idealfall sind die beiden Preisspitzen des Doppeltops die höchsten Punkte zweier ähnlicher, fast symmetrischer Dreiecke. In der Mitte zwischen diesen beiden Dreiecken ist ein Tief zu erkennen, das durch den Abstieg des ersten Dreiecks und den nachfolgenden Anstieg zum zweiten Dreieck gebildet wird. Sollte dieses Tief unterschritten werden, verliert das Doppelhoch seine Signalfunktion. Der Kurs führt dann wieder abwärts.

Es gibt Doppeltops an wenig signifikanten, kaum erklärbaren Punkten, beispielsweise in der Mitte zwischen dem Wochenhoch und -tief. Dieses Doppelhoch kann durch die Berechnung von Pivots und Fibonacci-Zahlen entstehen. Die Analyse der Rechengrundlage lohnt sich meistens nicht, vielmehr ist die gute Identifikation des Chartmusters in Relation zum Kursverlauf der Woche oder des Handelstages wichtig.

Ein Trader kann beobachten, in welchem Zeitrahmen Doppeltops im beobachteten Markt entstehen. Für das Trading in Stundencharts sind sie wenig geeignet. Visuell bilden sie den Buchstaben “M”, wie dieser sollten sie gleich lange Schenkel außen und innen ausbilden. Die beiden Spitzen sollten nur wenig voneinander abweichen, als normal gelten allenfalls bis zu drei Ticks. Bei Asymmetrien entstehen Zweifel am Doppeltop. Zu dessen weiteren Merkmalen zählen eine nachlassende Volatilität und die Überschreitung von vorheriger signifikanter Hochs (Tages- oder Wochenhochs). Wenn diese Merkmale erfüllt sind, liegt ein handelbares Doppeltop vor.

Handlungsempfehlungen

Ein Doppeltop entsteht, weil Händler den Kurs zweifach zu einem bedeutenden Preisniveau treiben. Dieses Niveau ist damit eine Trendbestätigung. Als es das erste Mal entstand und damit die linke Spitze des späteren Doppeltops bildete, verkauften einige Trader, die an ein Reversal glaubten. Am dadurch entstandenen Tief kauften andere Händler nach, die hierfür den Trader Trick Entry (TTE) nutzten. Einige Händler platzieren unter dem mittleren Tief Verlustbegrenzungsstopps. Diese verschiedenen Aktivitäten führen zur Ausbildung der zweiten Preisspitze. Hier wurde erneut verkauft, damit steht das Doppelhoch separat im Chart. Sollte der Kurs nochmals nachgeben und dann wieder gekauft werden, entsteht das seltenere Dreifachhoch.

Ein anderes Szenario ist wahrscheinlicher: Große und stark kapitalisierte Investoren setzen auf das Überschreiten des Doppeltops und beginnen schon etwas unter der doppelten Spitze zu kaufen. Das könnte zum Überschreiten der Doppelspitze führen, sicher ist das aber nicht. Daher sollten die Trader mit kleinen Konten eher Kaufstopps über das Doppeltop setzen. Beim Einbuchen einer Position wäre ein Stopploss unter der mittleren Spitze des “M” sehr gut platziert. Beim Reißen dieses Stopps entsteht ein mittelstarkes Verkaufssignal. Vom Handeln dieses Signals wird allerdings eher abgeraten, denn auch eine chaotische Struktur unterhalb des Doppeltops ist möglich.

Fazit zum Doppeltop

Das Überschreiten eines Doppelhochs ist ein starkes Kaufsignal, das ist auch die beste Handelsindikation bei diesem Szenario. Teilweise vermuten Trader, dass ein Doppeltop eine Trendwende einleiten könnte, doch das passiert nur sehr selten. Bei ansteigender Volatilität könnte aber das mittlere Tief unterschritten und anschließend noch das Doppelhoch überschritten werden.

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