Zweifachtief (Doppelboden)

Das Pendant zum Zweifachhoch: Wir erklären, welche Besonderheiten und Stärken Zweifachtiefs auszeichnen.

Das Zweifachtief (Doppelboden oder Doppel Bottom) sieht einem “W” ähnlich und wird daher auch W-Formation genannt. Es bildet im Abwärtstrend einen Abschluss. Die Preise bilden zweimal ein Tief, dazwischen liegt ein kleines Preishoch. Visuell steht das Doppeltief seinem Pendant – dem Doppelhoch – gegenüber, doch es hat eine andere Aussage. Nach dem Doppelhoch werden zumindest im Aktienmarkt weiter steigende Preise erwartet, nach dem Doppel Bottom hingegen eine Trendwende nach oben. Diese Interpretation ergibt sich daraus, dass Aktienmärkte eher steigen sollten.

Die Chartformation Zweifachtief erklärt

Der Zweifachtief ähnelt einem ‚W‘ und ist dadurch leicht zu erkennen.

Entstehung

Wenn in einem Abwärtstrend die Kurse wieder leicht ansteigen, entsteht das Doppeltief. Zunächst lässt die erste kleine Trendumkehr den ersten W-Schenkel entstehen. Einige Trader sind in diesem Moment der Auffassung, dass ein plötzliches Reversal die Trendwende einleitet, daher kaufen sie eine Aktie oder ein anderes Wertpapier beziehungsweise die darauf abgeleiteten Derivate.

Es gibt aber auch eine Gruppe von Händlern, die den zwischenzeitlichen Anstieg innerhalb eines Abwärtstrends als Korrektur auffassen, diese Meinung ist in diesem Moment auch noch plausibel. Diese Trader tätigen vom neuen, höheren Kursniveau aus erneut Leerverkäufe oder kaufen Short-Zertifikate. Das Zweifachtief bildet sich aus, sich diese Aktivitäten in beide Richtung ausgleichen. Weder Bullen noch Bären gewinnen die Oberhand, daher fallen die Kurse wieder ziemlich exakt bis zum ersten Stopp im Abwärtstrend. Darunter haben viele Händler Kaufstopps für Put-Positionen eingebucht, außerdem sind dort Verlustbegrenzungsstopps für Call-Positionen zu finden. Beides wird momentan nicht erreicht, weil der Abwärtstrend kein hohes Momentum aufweist.

Positive Wirtschaftsnachrichten könnten beispielsweise den Abwärtstrend stoppen. Die erste Händlergruppe nimmt daraufhin ihre Kaufaktivitäten erneut auf, wodurch das “W” seinen rechten Schenkel vollenden kann. Im Aktien-, Rohstoff- und Forexmarkt kann ein Doppeltief eine starke Trendumkehr einleiten. Allerdings ist im Forexbereich eher Vorsicht geboten. Forexwerte sitzen bei ihren natürlichen Swings manchmal auf einem Zweifachtief auf und setzen danach den vorherigen Abwärtstrend fort.

Auch bei den Edelmetallen rät man zu Skepsis. Die Industrierohstoffe lassen sich gut mit einem Doppel Bottom handeln, sie folgen sehr natürlich der Konjunktur. Das Zweifachtief hat daher bei diesen Assets eine ähnliche Signalfunktion wie im Aktienmarkt. Visuell ist ein Zweifachtief deutlich zu erkennen, es sollte dem “W” stark ähneln. Wenn ein Bild dem Doppel Bottom nur entfernt ähnlich sieht, sollten Trader dieses Bild ignorieren. Es gibt absteigende, nicht handelbare Sägezahnmuster, die anfangs wie ein Zweifachtief aussehen, signaltechnisch aber das Gegenteil aussagen.

Wichtige Merkmale des Doppeltiefs sind die Punktgenauigkeit unten (Abweichung nicht mehr als drei Ticks), keine zeitlichen Verzerrungen, damit große grafische Symmetrie und Ebenmäßigkeit, das Auftreten bei den richtigen Assets sowie ein optimaler zeitlicher Kontext.

Handlungsempfehlung

Empfehlenswerterweise wird das Zweifachtief im zeitlichen Kontext von Wochen und Monaten betrachtet. Im Intradaygeschehen gilt ein Doppel Bottom als eher unzuverlässig. Es wirken intraday auf den Kurs viele Einflüsse, zum Beispiel in der Mitte einer Wochenrange. Daher versagt das Zweifachtief hier oft und ist kein zuverlässiges Trendwende-Signal. In Aktienmärkten funktioniert es beim Positionstrading hingegen gut, vor allem dann, wenn der entsprechende Markt bei sinkender Volatilität länger gefallen ist. Das Doppeltief kann dann mehrere Tage andauern. Trader können über die Spitzen der Formation Kaufstopps setzen, um in den wahrscheinlich beginnenden Aufwärtstrend einzusteigen.

Fazit zum Zweifachtief

Das Zweifachtief ähnelt sehr einem W und liefert ein Trendwendesignal. Der Kauf in Longrichtung ist nach der Ausbildung des rechten Schenkels schon in Höhe der mittleren W-Spitze indiziert. Unter dem Doppelboden sollten die Stopps platziert werden, sie können knapp ausfallen. Sobald sie verletzt werden, hat das Zweifachtief keine Signalfunktion mehr. Da das einen Abwärtstrend einleitet, könnten etwas tiefer auch Kaufstopps für Puts gesetzt werden. Die Chartformation des Doppel Bottoms ist relativ eindeutig bei den richtigen Assets, bei exakter Zeichnung und im richtigen Zeitrahmen, sie kann daher ruhig gehandelt werden.

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